- Was ist Schiefer?
- Was sind die Vorteile von Schiefer?
- Wie wird ein Schieferdach gebaut?
- Welche Arten von Schieferdächern gibt es?
- Wie reinigt und pflegt man ein Schieferdach?
- Welche Vor- und Nachteile hat ein Schieferdach?
- Schieferdach – Möglichkeiten der Dämmung
- Schieferdach-Kosten: Wie entwickeln sich die Preise?
- Wie lange hält ein Schieferdach?
Was ist Schiefer?
Schiefer ist ein Sedimentgestein, das aus Ton und anderen Ablagerungen wie Quarz oder organischem Material besteht. Er ist oft geschichtet und lässt sich daher leicht in Schichten trennen. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort schistus ab, was spalten“ bedeutet. Schiefer ist in der Architektur weit verbreitet, z. B. als Dachmaterial und in Form von Dachziegeln.
Schiefer ist ein sehr vielseitiges Baumaterial, das in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommt. Hier einige Beispiele:
1. Dachdeckung
Schiefer eignet sich sowohl für traditionelle als auch für moderne Dachdeckungen. Er ist langlebig (bis zu 200-300 Jahre) und hat hervorragende wasserabweisende Eigenschaften.
2. Fassadenverkleidung
Schiefer verleiht Gebäudefassaden ein natürliches und elegantes Aussehen. Schiefer kann in verschiedenen Größen und Formen verwendet werden, um einzigartige Designs zu schaffen.
3. Innenbereich
Schiefer wird auch in Bädern, Küchen und anderen Innenbereichen verwendet, z. B. als Boden- und Wandfliesen.
4. Landschaftsgestaltung
Schiefer kann auch als dekoratives Element verwendet werden, z. B. als Gehwegplatten oder Gartenornamente.
Schiefer ist ein umweltfreundliches Material, da es natürlichen Ursprungs ist und mit geringem Energieaufwand verarbeitet werden kann. Außerdem muss er nicht nachbehandelt werden, z.B. durch Imprägnierung.
Was sind die Vorteile von Schiefer?
Natürlicher Ursprung
Schiefer ist ein natürliches Material, das nur minimale Bearbeitung erfordert und daher mit geringem Energieaufwand hergestellt wird.
Lange Lebensdauer
Schiefer hat eine Lebensdauer von bis zu 200-300 Jahren, wodurch häufige Materialwechsel vermieden werden können.
Wiederverwertbarkeit
Schiefer kann recycelt werden, was die Umweltbelastung weiter reduziert.
Ästhetik
Verleiht ein natürliches und elegantes Aussehen, insbesondere bei Dächern und Fassaden.
Witterungsbeständigkeit
Widerstandsfähig gegenüber extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit.
Wie wird ein Schieferdach gebaut?
Der Bau eines Schieferdaches erfordert präzises Arbeiten und entsprechende Fachkenntnisse. Beim Bau eines Schieferdaches ist es wichtig, dass die Arbeiten von erfahrenen Fachleuten ausgeführt werden, da Schiefer ein empfindliches Material ist und eine unsachgemäße Verlegung die Lebensdauer verkürzen kann.
Die meisten Schiefereindeckungen erfordern eine Volldeckung, d.h. das gesamte Dach wird mit Holz gedeckt, bevor die Schieferplatten verlegt werden. Moderne rechteckige Eindeckungen erfordern keine vollständige Dacheindeckung und können mit Dachlatten ausgeführt werden. In diesem Fall müssen jedoch zusätzliche Dachbahnen angebracht werden, um das Dämmmaterial oder den Dachboden vor Regen und Schnee zu schützen.
1. Vorbereitung der Dachkonstruktion.
Dies kann eine Holz- oder Metallkonstruktion sein.
2. Die Unterspannbahn
Die Unterspannbahn dient der Abdichtung und Isolierung.
3. Die Schieferplatten werden mit speziellen Nägeln, Schrauben oder Haken befestigt
Die Befestigung mit Haken hat den Vorteil, dass die Deckung verschoben werden kann. Rechteckige Platten können auch miteinander verklammert werden.
4. Gestaltung des Dachfirstes und des Dachabschlusses
Der Dachfirst und der Dachabschluss bedürfen besonderer Aufmerksamkeit, um ästhetisch ansprechend und witterungsbeständig zu sein.
5. Endkontrolle
Am Ende der Arbeiten wird das Dach gründlich kontrolliert, um sicherzustellen, dass alle Platten richtig befestigt sind und keine Lücken vorhanden sind.
Welche Arten von Schieferdächern gibt es?
Schieferdächer gibt es in Deutschland in einer Vielzahl von Formen, die sich den architektonischen Stilen und klimatischen Bedingungen anpassen. Nachfolgend sind einige gängige Formen aufgeführt:
Universal-/Bogenschnittdeckung
Bei der Universal- oder Bogenschnittdeckung sind die Schiefer quadratisch und je nach Witterungsrichtung rechts oder links angeordnet.
Rechteck- Doppeldeckung
Klassischer Flachschiefer: Dies ist die traditionelle Form, die häufig bei historischen Gebäuden und Landhäusern verwendet wird.
Altdeutsche Deckung
Bei der Altdeutschen Deckung sind die Decksteine unterschiedlich groß. Zum First hin werden die Schiefer immer kleiner.
Schuppendeckung
Ähnlich wie bei Blechdächern, jedoch sind die Platten gleich groß und symmetrisch geformt.
Wilde Deckung
Für die Dacheindeckung werden ausschließlich unbehauene Schiefer verwendet, die erst bei der Verlegung auf dem Dach geschnitten werden. Dies verleiht dem Dach ein einzigartiges Aussehen.
Dekorative Deckung
Einzigartige, geometrische Verlegungen sind sehr beliebt und sorgen für ein modernes Erscheinungsbild. Die Standard-Verlegearten werden durch ein Muster ergänzt.
Welche Dacheindeckung letztendlich möglich ist, hängt in erster Linie von der vorhandenen Dachneigung ab: Eine Schiefereindeckung ist in der Regel ab einer Dachneigung von 22° möglich.
Wie reinigt und pflegt man ein Schieferdach?
Die Reinigung und Pflege eines Schieferdaches ist entscheidend für seine Langlebigkeit und sein ästhetisches Aussehen. Das Schieferdach sollte regelmäßig von einem Fachmann kontrolliert werden.
Die poröse Struktur des Schiefers macht es Moosen, Algen und anderen Verschmutzungen leicht, sich festzusetzen. Diese können mit einem Hochdruckreiniger oder speziellen Reinigungsmitteln entfernt werden. Beschädigte Platten sollten ausgetauscht werden.
Die richtige Reinigung und Pflege erhöht nicht nur die Lebensdauer des Daches, sondern trägt auch zur Erhaltung des ästhetischen Erscheinungsbildes bei.
Welche Vor- und Nachteile hat ein Schieferdach?
Schieferdächer weisen eine Reihe von Vor- und Nachteilen auf, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten.
Vorteile von Schieferdächern
1. Sie sind langlebig.
Naturschiefer hat eine Lebensdauer von 200 bis 300 Jahren.
2. Ästhetisches, natürliches und einzigartiges Aussehen, das besonders gut zu historischen oder modernen Gebäuden passt.
3. Witterungsbeständig
Hält extremen Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee und Sonneneinstrahlung stand.
4. Umweltfreundlich
Ein natürliches Material, das recycelbar ist und nur eine minimale Bearbeitung erfordert.
5. Schalldämmend
Hat gute schalldämmende Eigenschaften, was zu ruhigeren Innenräumen führt.
Nachteile von Schieferdächern
1. Hohe Kosten
Naturschiefer ist teuer, sowohl in Bezug auf das Material als auch auf die Verlegung. Für die fachgerechte Verlegung ist Fachwissen erforderlich, was die Kosten zusätzlich erhöht.
2. Schwer
Schiefer ist ein schweres Material und erfordert daher eine starke Dachkonstruktion, was die Baukosten erhöhen kann.
3. Zerbrechlich
Schiefer ist zerbrechlich und kann beim Verlegen leicht beschädigt werden.
4. Wartungsintensiv
Schiefer ist ein langlebiges Material, das jedoch regelmäßige Inspektion und Wartung erfordert.
Schieferdach – Möglichkeiten der Dämmung
Neues Schieferdach
Empfohlen wird eine Dämmung aus Stein- oder Glaswolle mit guten Wärmedämmeigenschaften. Bei geteilter Fläche empfiehlt sich eine Einblasdämmung aus Glas- oder Steinwolle, die ein wärmebrückenfreies Einbringen des Dämmstoffes in kleinste Zwischenräume ermöglicht.
Schieferdächer nachträglich dämmen
Die einfachste Art der nachträglichen Dämmung von Schieferdächern ist die Verwendung von Einblasdämmung aus Glaswolle, sofern die entsprechenden Dachschichten verwendet werden. Sie ist umweltfreundlich, nicht gesundheitsschädlich, nicht brennbar, leicht und dampfdurchlässig, kann schnell und effizient eingebaut werden, verursacht keinen Abfall und kann an jeder kleinen Stelle des Schieferdaches lückenlos eingebaut werden. Die an den beheizten Raum angrenzende Konstruktion immer dämmen. Bei einem nicht ausgebauten Dachboden wird die waagerechte Platte gedämmt, bei einem ausgebauten Dachboden werden die Schrägen nach der Verlegung der Dachfolie gedämmt, wobei in diesem Fall eine Einblasdämmung empfohlen wird.
Schieferdach-Kosten: Wie entwickeln sich die Preise?
Die Kosten einer Schieferdeckung hängen von der Wahl des Materials und der Verlegeart ab. Eine Dacheindeckung mit Naturschiefer ist aufwändig und erfordert ein hohes Maß an Fachkenntnis des Dachdeckers. Naturschiefer liegt in einer höheren Preisklasse, da es sich um ein empfindliches Material handelt, das schwieriger und aufwendiger zu bearbeiten ist.
Wie lange hält ein Schieferdach?
Naturschiefer ist extrem haltbar und kann bis zu 200-300 Jahre halten.





